Organisiere eine BGWG, deine Wohnwoche!
In einer BGWG lebt ihr eine Woche lang mit der Bibelgruppe als WG, stellt Gott ins Zentrum und geht gemeinsam zur Schule.
Euer Gewinn:
- Freundschaften vertiefen
- Zeit mit Gott verbringen
- Campfeeling im Schulalltag
- Gruppenboost
- Prägende Erlebnisse
- Offen und anziehend für Neue
Auf dieser Webseite findet ihr einige Tipps, die euch helfen, eine BGWG zu planen und durchzuführen. Viel Spass bei der Umsetzung und zögert nicht, euch bei Fragen ungeniert bei eurer Regionalleiterin oder eurem Regionalleiter zu melden. Wir unterstützen euch sehr gerne!
Let’s start planning!
4 bis 6 Monate zuvor
- Ja, ich will eine BGWG!
- 1-2 MitstreiterInnen finden
- Termin festlegen
- Ort organisieren
- Gruppe informieren
- “Save the date!”
2 Monate zuvor
- Wochenthema bestimmen
- Wochenplan erstellen, Tagesablauf und Abendprogramm festlegen
- Verantwortungen verteilen: Programm, Finanzen, Food, …
- Referierende anfragen und/oder Inputs innerhalb der BG aufteilen
- Anmeldungen klären
- Werbung machen
1 Monat zuvor
- Schlüsselübergabe organisieren
- Menüplan erstellen
- KlassenkollegInnen und Ehemalige für den Besuchsabend einladen
- Programminhalte vorbereiten (evtl. Andachtsheft)
- Reminder Anmeldeschluss versenden
1 Woche zuvor
- Anmeldungen definitiv
- Absprache mit Referierenden
- Abrechnung vorbereiten
- Wochenplan ausdrucken
- Hausregeln, Ämtliplan
- Infos an die Teilnehmenden
1-2 Tage zuvor
- Einkaufen
- Packen
- Freuen 😉
Durchführung
- Start: Gebet im Team, Kennenlernen, Infos zur Woche
- Unter der Woche: Zeiten im Blick behalten, Lernzeiten ermöglichen, Geld einziehen, Fotos machen
- Schluss: Aufräumen und putzen, gemeinsamer Schluss, Feedbackrunde
Danach
- Fotos sammeln
- Nächste BGWG terminlich festlegen
- Ort wieder reservieren
Wochenprogramm: Vorschläge und Vorlage
Falls ihr eine Inspiration braucht, wie ihr eure Woche im Detail planen und strukturieren könntet, findet ihr hier (Link) eine leere Vorlage.
Findet gemeinsam ein Thema, zu dem ihr euch gerne eine Woche lang vertiefen möchtet. Vielleicht eine biblische Figur, deren Leben ihr besser kennenlernen möchtet, ein Brief aus dem Neuen Testament oder vielleicht gibt es ein bestimmtes Glaubensthema, das euch als Gruppe bereits länger beschäftigt?
Gestaltet optional ein Andachtsheft mit verschiedenen Bibelstellen passend zum Wochenthema, Vertiefungsfragen und Platz für Notizen, das euch während eurer individuellen stillen Zeit (bspw. 20 min am Morgen) begleitet und über dessen Inhalt und eure Gedanken dazu ihr euch am Abend austauschen könnt.
Abendprogrammideen
- Kennenlernabend mit Icebreakern und Gesellschaftsspielen
- Inputs zu eurem Wochenthema (durch verschiedene aus eurer Bibelgruppe, die Regionalleitung der VBG oder vielleicht auch jemanden aus eurer Gemeinde?)
- Worship- und Gebetsabend
- Diskussionsabend zu einer oder mehreren Fragen (vorbereiteter Deep-Talk)
- Filmabend
- Besuchsabend für Ehemalige, SchulkollegInnen oder Eltern
- Individueller Frauen-/Männerabend
- Lagerfeuer, Marshmallows und Schoggi-Banane
- Wetten dass … – Abend
- Guetzli backen (oder eine andere Aktion) für die Schule
Klärt, wer wo Verantwortung übernimmt. Bezieht dabei verschiedene Leute mit ein. Es soll nicht alles bei der Lagerleitung hängen bleiben!
- Einkaufen und Kochen
- Finanzen
- Lobpreis und Gebetszeiten
- Jeweilige Tagesleitung
- Abendprogramm
Plant eine «Lernzeit» ein (bspw. von 16:30-17:30), in der es in einem Raum still ist. Diese Zeit der Ruhe muss nicht unbedingt zum Lernen genutzt werden. Es kann auch einfach ein Raum/Moment sein, in dem man herunterfahren kann, man Zeit fürs eigene Bibellesen hat oder auch sonst mal handyfreie Zone herrscht.
Führt eine Abmeldepflicht für Abende und Mahlzeiten ein.
Menü-Ideen
Manche unter euch sind sicherlich bereits sehr Lager erprobt und Kochen in grossen Mengen stellt für euch keine Herausforderung dar. Für die anderen hier eine kleine Übersicht, welche Gerichte sich für viele Personen besonders eignen:
Suppen und Eintöpfe
Vor allem bei sehr vielen Personen (20+) bietet es sich an, alles in einem Topf (oder parallel in mehreren Töpfen) zu kochen. Dazu etwas Brot. Geschirr wird auch nicht viel benötigt. Auch sehr cool: One Pot Pasta, denn Pasta lieben sowieso alle und so habt ihr am Ende minimalen Abwaschaufwand. Auch Risotto ist da ein guter Freund!
Wähen
Auch Wähen sind praktisch: Der Guss, wie die Füllung lassen sich in grossen Mengen vorbereiten, den Teig kann man kaufen und aufs ganze Backblech ausbreiten.
Apropos Backofen
Allgemein Gerichte vom Blech oder aus dem Ofen lassen sich gut vorbereiten und während das Gemüse schmort, die Pizza oder das Knoblibrot knusprig wird, die Lasagne von Käse überbacken wird, die Shakshuka blubbert oder der Kartoffelgratin crèmig wird, habt ihr Zeit, die Küche aufzuräumen oder mit einem ersten Teil des Abendprogramms zu beginnen.
Raclette und Fondue
Zu langem Verweilen und Plaudern während des Essens laden Raclette und Fondue ein. Etwas strapazierender fürs Budget, aber für eine BGWG, wenn’s draussen kalt und neblig ist oder sogar schneit, bestimmt ein Highlight!
Tacos und Fajitas
Kommen immer gut an und lassen sich nach individuellem Gusto befüllen. Eignet sich auch sehr gut bei einer Gruppe mit verschiedenen Allergien oder Unverträglichkeiten (“oder aifach vielne heikle Lüüüüt” ;)).
Eine Auswahl an einfachen und schnellen Rezepten für Gruppen sowie coolen Fingerfood-Tipps für Spiele-, Film- oder Besuchsabende findet ihr hier direkt verlinkt:
Locations & Hausregeln
Ort organisieren
- Gibt es eine Gemeinde oder Kirche in der Nähe der Schule? Optimal ist’s, wenn jemand aus eurer Gruppe oder eurem Trägerkreis Teil dieser Gemeinde ist.
- Kommt auch ein nahegelegenes Pfadiheim oder ein anderes Lagerhaus in Frage?
- Voraussetzungen:
- Genügend Platz
- Sanitäre Anlagen (WC und evtl. Dusche)
- Eine Küche
- Weitere Fragen zur Location klären:
- Bezahlung
- Übernahme (Zeit, Schlüssel)
- Abgabe (Zeit, Putzen)
- Finden Anlässe der Gemeinde während der BGWG statt?
- Welche Hausregeln gilt es zu beachten?
- Überlegt euch, wie die Leute in das Gebäude kommen (Mehrere Schlüssel? Wer geht spät, wer kommt früh? «Öffnungszeiten»?)
Hausregeln
- Welche Hausregeln stellt die Gemeinde/das Lagerhaus? Welche Regeln sind euch als Bibelgruppe während der Woche wichtig?
- Umgang mit dem Schlüssel
- Aufräumen nach dem Zmorge (Wer hat später Schule und könnte den Abwasch übernehmen?)
- Sanitäre Anlagen (Gemeinschaftsduschen oder einzelne Duschmöglichkeiten? Wer duscht wann?)
- Geschlechtergetrennte Schlafräume
- Vereinbarte Lernzeit und stille Zeit einhalten
- Nachtruhe (ab wann wird nur noch geflüstert, dass die, die möchten, schlafen können?)
- Ämtli
- WC putzen
- Abwaschen
- Wischen/staubsaugen
- Einkaufen
- Kochen
Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit
Einige wichtige Infos zur Prävention von und zum Umgang mit Grenzverletzungen.
Die VBG ist Teil der schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und Unterzeichnerin der CcKJ Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit. Die christliche Jugendarbeit verfolgt einen ganzheitlichen Förderansatz, der über die Vermittlung des Glaubens hinausgeht. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen, was u.a. folgende Punkte umfasst:
- Spiritualität: Aktive Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben.
- Persönlichkeit: Entfaltung des Individuums und Stärkung sozialer Kompetenzen.
- Verantwortung: Förderung eines respektvollen Umgangs mit der Natur und unseren Mitmenschen.
- Partizipation: Eigeninitiative, Mitgestaltung und Mitverantwortung von Kindern und Jugendlichen fördern sowie ihr eigenes kritisches Denken und Handeln anregen.
- Grundwerte: Einstehen für Gewissens-, Religions- und Meinungsäusserungsfreiheit.
- Präventionsarbeit gegenüber Suchtverhalten sowie körperlicher, kommunikativer, spiritueller und sexueller Ausbeutung / Gewalt.
- Nichtdiskriminierung: Wir lehnen jede Form der Diskriminierung ab, welche das Geschlecht, soziale Zugehörigkeit, Aufenthaltsstatus, Herkunft, Rasse, religiöse oder politische Überzeugung oder Behinderung betreffen.
Nachfolgend haben wir für euch einige wichtige Punkte zusammengefasst, die in der Planung und Durchführung einer BGWG von Bedeutung sind:
Zum Schutz vor geistigem und sexuellen Missbrauch
Religions- und Meinungsfreiheit
- Wir respektieren in allen unseren Aktivitäten das Recht der Jugendlichen auf Gewissens- , Religions- und Meinungsäusserungsfreiheit.
- Wir vermitteln den christlichen Glauben so, dass Jugendliche die Möglichkeit haben, Antworten zu grossen Lebensfragen zu finden. Die Überzeugungen und Entscheidungen in Glaubensfragen aller Teilnehmenden werden dabei respektiert.
- Wir fördern aktiv den Meinungsaustausch, in welchem unterschiedliche Standpunkte willkommen sind.
- Wir lehnen Machtmissbrauch, Zwang und Manipulation ab. Wir reflektieren die Entstehung von Gruppendynamik selbstkritisch und versuchen, destruktive Phänomene zu vermeiden.
Gemeinsam für Respekt, Vertrauen und Sicherheit
- Wir verpflichten uns zu einem respektvollen, achtsamen und verantwortungsvollen Umgang miteinander.
- Wir verpflichten uns zu einer Gemeinschaft, in der sich alle willkommen und wohlfühlen. Diskriminierung hat keinen Platz!
- Wir setzen uns dafür ein, dass Grenzen geachtet, Vertrauen geschützt und Missbrauch verhindert werden.
Jede und jeder Einzelne ist mitverantwortlich!
- Ich respektiere körperliche, seelische und persönliche Grenzen.
- Ich akzeptiere jederzeit ein Nein, ohne Druck auszuüben oder beleidigt zu sein.
- Ich betrete keine Schlafräume des anderen Geschlechts aus Respekt vor der Privatsphäre.
- Ich achte auf Sprache und Umgangston: Ich spreche niemanden abwertend oder sexuell an. Ich mache keine anzüglichen Witze oder Bemerkungen über das Aussehen oder den Körper anderer.
- Ich schaue nicht weg! Ich reagiere, wenn jemand sich unwohl fühlt, bedrängt wird oder Grenzen überschritten werden.
- Ich unterstütze Betroffene und lasse sie nicht allein.
- Ich hole Hilfe und rede mit einer Vertrauensperson (z.B. Leitungsteam der BGWG oder Regionalleitung der VBG), wenn mir etwas unangenehm ist, mir selbst oder anderen etwas Belastendes zugestossen ist.
- Ich weiss: Wer Hilfe sucht, macht nichts falsch!
Kein Muss, aber wenn ihr möchtet, könnt ihr diese Punkte als “Code of Conduct” oder “BGWG-Charta” ausdrucken und unterzeichnen lassen.
Packliste
- Schlafsack, Kissen und Mätteli
- Bibel
- Alles an Schul- und Turnzeug, das du für die gesamte Woche brauchen wirst!
- Frische Kleider
- Finken
- Frotteetuch
- Toilettenartikel und evtl. Medikamente
- Gemeinschaftsspiele
- Musikinstrumente und Liedernoten
Budget
Als Hilfe, damit du die Finanzen für die BGWG gut im Griff hast, findest du hier eine Vorlage für das Budget. Du kannst hier ganz einfach deine Einnahmen und Ausgaben eintragen, dann übernimmt die Vorlage die Berechnung und du hast eine super Übersicht.
Grundsätzliches zur Excel-Vorlage
Wichtig: die grünen Felder NICHT verändern / bearbeiten!!! Sonst funktioniert die Berechnung nicht!!!
Je nachdem, wie viel ihr für die Räume bezahlt, müsst ihr den Beitrag pro Person anpassen! Für’s Essen ist 8.- pro Person pro Tag gerechnet (ca. 3.50 für’s Zmorge und Snacks, ca. 4.50 für’s Znacht). Der 4. Posten «Sonstiges» steht als Platzhalter für bspw. ein Dankesgeschenk für Referierende, Deko und sonstiges Material.
Den Gewinn könnt ihr als Spende an die VBG oder an eure/n Regionalleiter/in überweisen. Oder für die nächste Kerzliaktion / Osteraktion verwenden. Oder am nächsten Gruppentreffen ein Dessert kaufen oder Pizza bestellen.
Vorgang bei der Abrechnung
- Die Tabelle unter neuem Namen speichern, damit die Vorlage eine Vorlage bleibt 😉
- Anzahl Teilnehmende, Anzahl Tage der BGWG und Teilnehmerbeitrag (orange) eintragen.
- Die einzelnen «Posten» in der Tabelle «Übersicht» (um)benennen, wenn gewünscht. Es können bis zu 10 Posten frei gewählt werden. Die bestehenden Einträge sind Vorschläge, können übernommen werden.
- Die erwarteten Budget-Zahlen in die blau hinterlegten Felder eintragen. Die Teilnehmerbeiträge und Essenskosten werden automatisch berechnet, nachdem Anzahl TN, Anzahl Tage und TN-Beitrag (orange) eingetragen sind.
- Unterhalb der farbigen Tabelle die einzelnen Ausgaben / Einnahmen wie folgt eintragen:
- «Posten» auswählen: Feld in der Spalte B anklicken, den Pfeil anklicken und den entsprechenden Posten auswählen (z.B. Verpflegung, Teilnehmerbeiträge). Es stehen automatisch die oben eingetragenen Posten zur Auswahl.
- In Spalte C, wenn gewünscht, zusätzliche Bemerkungen eintragen (z.B. Wochentag, Name)
- Betrag in Spalte «Einnahmen» oder «Ausgaben» eintragen.
- Die weiteren Ausgaben / Einnahmen, wie in 6 bis 8 beschrieben, eintragen (bis max. Zeile 60).
- Die Einnahmen / Ausgaben werden automatisch nach gewähltem Posten zusammengezählt und in die Tabelle «Übersicht» in die grün hinterlegten Felder übernommen.
- Du kannst die Tabelle (Seite 1) ausdrucken und alle können ihre Ausgaben während der Woche eintragen. Ende Woche überträgst du alles in die Excel-Tabelle.
Wichtig: die grünen Felder NICHT verändern / bearbeiten!!! Sonst funktioniert die Berechnung nicht!!!