Die Schritte zum Glauben

Als ich in der Mitte der Siebziger Jahre zu den VBG stiess, herrschte eine Zeit des charismatischen Aufbruches. Für die Leitenden war es selbstverständlich, dass sie mir nach meinen ersten Schritten auf Gott zu die Hände auflegten und um die Gabe des Geistes baten. Schon am nächsten Tag hörte ich dann das erste Sprachengebet, und ein Teil der Gebetsgemeinschaft sang frei improvisierend im Geiste. In den frühen 80-er Jahren konnten diese Erfahrungen in den verschiedenen VBG-Kursen weitergegeben werden. Das«Pray-in» kam auf, eine freie Gottesdienstform, in der die Ausübung der verschiedenen Geistesgaben ihren festenPlatz hatte. Zunehmend standen wir aber vor der Frage: Wie können wir den uns anvertrauten Menschen helfen, vermehrt mit der Gegenwart des Geistes zu rechnen?

 

«Habt ihr auch den Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?», fragt Paulus einige Jünger in Ephesus.1 Diese Frage liegt einer Spezialausgabe des VBG-Magazins «Bausteine» zugrunde, die 2003 erschienen ist: Es geht darin um den konkreten Empfang des Geistgeschenks, das allen «Gläubig-Gewordenen» verheissen ist. Ohne diesen Empfang wäre ein Christenleben vergleichbar mit dem Versuch, ohne Wind segeln zu wollen.