Du bist die Perle

Wir strecken uns nicht nach ihm aus – er streckt sich nach uns aus.

Für mich ist die Bibel das Buch. Zu brillant, um erfunden zu sein. Zu konsistent, um Zufall zu sein – 66 Bücher, 40 Autoren, 1500 Jahre. Und sie verändert noch heute Leben. Meines hat sie vollständig verändert.Die Bibel ist das Wort Gottes – in Johannes 1 beschrieben als das Davar Elohim, das als Fleisch und Blut in die Menschheitsgeschichte eingetreten ist. Vor etwa zwei Jahren kam ich zum Glauben, als ich aufhörte, meine eigenen Massstäbe auf Gott zu projizieren und einfach fragte: Wer bist du wirklich? Je mehr ich in der Bibel las, desto mehr fand ich Jesus – nicht nur in den Evangelien, sondern überall. Im August letzten Jahres besuchte ich auf dem European Student Festival, der Europakonferenz der IFES, in Lettland einen Workshop mit dem Titel «Finding Jesus in All of the Scriptures», Dieser wurde von Jonathan Clark, dem regionalen IFES-Mitarbeiter in Griechenland, geleitet. Denn das ist das Fundament meines Glaubens: Die schiere Anzahl der Prophezeiungen, die Jesus erfüllt hat, ist schlicht unbegreiflich. Die ganze Bibel handelt von Gottes Heilsplan.

Das Diamond-Bibelseminar

Im Workshop lernte ich «the Diamond» kennen – Jonathans zweiwöchentliches Zoom-Bibelseminar für IFES-Studierende. Jesus sagt in Johannes 5 und Lukas 24, dass die gesamte Schrift von ihm handelt. Er ist der Mittelpunkt jeglicher Teile der Bibel – wer das übersieht, verfehlt den eigentlichen Sinn. Jonathan startete das Seminar aus zwei Gründen: Viele junge Menschen fühlen sich ungerüstet, die Bibel aufzuschlagen und wieder andere hören im Glauben nur Gebote und Verbote – und verpassen das Evangelium der Gnade: dass wir nichts tun können, um die Errettung zu verdienen und dass Gott uns genauso liebt, wie es Jesus tut. Wer das begreift, folgt Jesus nicht mehr aus Pflicht – sondern aus Liebe.

Induktives Bibellesen

Jonathans Methode ist die des induktiven Bibellesens: langsam lesen, Pronomen, Wiederholungen und Querverweise notieren – und erst dann interpretieren und anwenden.Dieser Ansatz hat mir Passagen aufgeschlossen, die ich zu kennen glaubte. In Matthäus 13 hörte ich immer: Wir müssen alles verkaufen, um das Reich Gottes zu gewinnen. Aber achte auf die Pronomen. Jesus ist derjenige, der den Schatz findet. Jesus ist der Kaufmann, der alles verkauft, um die Perle zu erwerben.Im Garten Gethsemane fleht Jesus: Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Welcher Kelch? Das klingt wie ein unwichtiges Detail – aber es ist das Schlüsselwort. Die Antwort findet sich in Jesaja 51,17–23, geschrieben 700 Jahre vor jener Nacht im Garten. Gott spricht zu Jerusalem: Du hast den Kelch seines Zorns getrunken. Doch dann, in Vers 22, passiert etwas Erstaunliches: Gott verspricht, ihr diesen Kelch aus der Hand zu nehmen. Jemand anderes wird ihn trinken. Über Jahrhunderte blieb diese Prophezeiung offen. Dann kniet Jesus in einem Garten und trinkt jeden letzten Tropfen – aus reinem Gehorsam.Und in 2. Könige 4 speist Elischa 100 Menschen mit 20 Broten – und es bleibt übrig davon. Kommt dir das bekannt vor? Eine direkte Vorhersage: Gott hatte dieses Wunder Jahrhunderte vor seinem Sohn in Israels Geschichte hineingeschrieben.Das Evangelium der Gnade ist im Alten Testament nicht verborgen. Jesus war immer da – darauf wartend geoffenbart zu werden.
Mehr zum Thema: Wer am Diamond-Bibelseminar teilnehmen möchte, kann Jonathan Clark direkt per E-Mail kontaktieren:
Quirine Cobben ist Leiterin Kommunikation bei der VBG und ehemalige ICG-Teilnehmerin in SG.
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